Die technologische Grundlage des Faserlaserschneidens beruht auf der außergewöhnlichen Strahlqualität, die durch faseroptische Resonatoren mit dotierten Doppelmantelfasern aus Ytterbium erzeugt wird. Diese Systeme erzeugen beugungsbegrenzte Laserstrahlen mit nahezu perfekter Gaußscher Intensitätsverteilung, wodurch Fokusdurchmesser unterhalb von 20 μm bei Rayleigh-Längen erreicht werden, die für bestimmte Materialdicken optimiert sind. Der Schneidprozess nutzt eine präzise Energiekopplung, bei der Materialabtrag bei dünnen Blechen hauptsächlich durch Verdampfung und bei dickeren Materialstärken durch Schmelzen und Ausblasen erfolgt. Moderne industrielle Konfigurationen verwenden kollimierende Optiken mit Brennweiten von 75–200 mm und Fokussierlinsen mit Brennweiten von 2,5–7,5 Zoll, was Arbeitsfelder bis zu 6x3 Meter ermöglicht. Fortschrittliche Schneidköpfe verfügen über automatische Düsenjustierung mit Abstandserkennung mittels kapazitiver Sensoren und halten so einen Abstand von 0,5–1,5 mm mit einer Genauigkeit von ±0,1 mm konstant ein. In der industriellen Anwendung schneiden 6-kW-Systeme im Fahrzeugrahmenbau 8 mm hochfeste Stähle mit einer Geschwindigkeit von 4 m/min und erhalten dabei die Zugfestigkeit in den wärmebeeinflussten Zonen. Die Technologie zeigt herausragende Leistungsfähigkeit in der Elektromotorproduktion, wo 3-kW-Laser 0,5 mm dicke Siliziumstahl-Lamellen mit 80 m/min präzise schneiden und dabei Grate an den Kanten unter 15 μm kontrollieren. Bei der Herstellung von Großküchengeräten bearbeitet der Faserlaser 4 mm Edelstahl mit Schneidgeschwindigkeiten von 8 m/min und erhält gleichzeitig die polierte Oberflächenqualität. Im Bauwesen umfasst der Einsatz die Bearbeitung von 16 mm Baustahl mit Möglichkeit zum abschrägenden Schneiden bis zu 45 Grad zur Vorbereitung von Schweißnähten. Moderne Systeme integrieren eine Echtzeit-Prozessüberwachung durch Detektion der Plasmaemission sowie automatische Parameteranpassung basierend auf der Analyse des Materialoberflächenzustands. Die Betriebsarchitektur beinhaltet zentrale Kühlsysteme mit präziser Temperaturregelung innerhalb von ±0,2 °C und mehrstufige Wasserfiltration zum Schutz der Optik. Fortschrittliche Softwareplattformen bieten Simulationsmöglichkeiten zur Optimierung der Schneidbahnen und zur Vorhersage thermischer Verformungen. Zu den ökologischen Vorteilen zählt eine Reduzierung der CO₂-Bilanz um 70 % gegenüber herkömmlichen Schneidverfahren sowie die vollständige Eliminierung des Einsatzes gefährlicher Chemikalien. Für detaillierte technische Spezifikationen und Machbarkeitsstudien kontaktieren Sie bitte unsere Ingenieurabteilung, um professionelle Beratung sowie Musterbearbeitungsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen.