Die Faserlaserschneidtechnologie nutzt das Prinzip der stimuliulierten Emission in seltenen Erden dotierten optischen Fasern, um Hochleistungslaserstrahlen mit außergewöhnlicher Strahlqualität zu erzeugen. Die Laserresonatoren verwenden faseroptische Bragg-Gitter zur Wellenlängenstabilisierung und erzeugen Nahinfrarotstrahlung bei 1070 nm mit spektralen Bandbreiten unter 5 nm. Dieses monochromatische Licht wird durch flexible Zuführungsfasern mit Kerndurchmessern von 50–200 μm übertragen, wobei ein Strahlparameterprodukt von unter 2,5 mm·mrad erhalten bleibt. Der Schneidmechanismus beruht auf präzisem Wärmemanagement, bei dem Materialabtrag bei Metallen über Schmelz-und-Ausstoß-Prozesse erfolgt, während bei nichtmetallischen Werkstoffen das Sublimationsschneiden dominiert. Moderne Schneidköpfe verfügen über eine automatische Fokussteuerung mit variablen Brennweiten zwischen 125–300 mm, kombiniert mit druckgeregelten Zusatzgassystemen, die bis zu 25 bar für die Bearbeitung dickerer Materialien bereitstellen. Industrielle Anwendungen in der Schienenfahrzeugherstellung zeigen die Fähigkeit, 30 mm starken Edelstahl mit einer Geschwindigkeit von 0,8 m/min zu schneiden, bei einer Schnittbreite von 0,3 mm und einer Senkrechtstellung von ±0,2°. Die Technologie zeichnet sich durch bemerkenswerte Vielseitigkeit bei der Herstellung von Anlagen für die Lebensmittelverarbeitung aus, wo 4-kW-Systeme polierten 6-mm-Edelstahl mit 5 m/min bearbeiten und gleichzeitig die Korrosionsbeständigkeit durch oxidationfreie Schnittkanten bewahren. Im Bereich des Stahlbaus verarbeitet der Faserlaser 20 mm Baustahl mit Schneidgeschwindigkeiten von 1,5 m/min und Kantenqualität, die keine Nachbearbeitung erfordert. Anwendungen in der Elektronikindustrie umfassen das Präzisionsschneiden von 0,3 mm Federstahl für Steckverbinderkomponenten mit einer Maßhaltigkeit von ±10 μm. Moderne Systeme integrieren intelligente Nesting-Software, die Schneidbahnen automatisch optimiert, um thermische Verzugseffekte zu minimieren und Materialausnutzungsgrade von über 90 % zu erreichen. Die Betriebsinfrastruktur umfasst geschlossene Kühlkreisläufe, die die Lasertemperatur innerhalb von ±0,5 °C stabil halten, sowie mehrstufige Filteranlagen zum Schutz der optischen Komponenten. Fortschrittliche Überwachungssysteme erfassen Kollisionen des Schneidkopfs mittels Echtzeit-Kraft-Rückmeldung und automatischer Rückzugmechanismen. Das Umweltprofil der Technologie umfasst eine 80 %ige Verringerung der Entstehung gefährlicher Abfälle im Vergleich zum Plasmaschneiden sowie die vollständige Eliminierung des Lasergasverbrauchs. Für spezielle Anforderungen und die vollständige technische Dokumentation kontaktieren Sie bitte unsere Ingenieurabteilung, um individuelle Geräteempfehlungen und Prozessvalidierungsdienstleistungen zu erhalten.