Die Fasert Laserschneidtechnologie stellt einen Paradigmenwechsel in der industriellen Materialbearbeitung dar, bei dem die einzigartigen Eigenschaften von über Fasern geleiteten Laserstrahlen genutzt werden, um beispiellose Präzision und Effizienz beim Schneiden zu erreichen. Die Lasersysteme verwenden mehrere Dioden-Pumpmodule, die über proprietäre Strahlkombinationstechniken in doppelt mantelgeführte Verstärkerfasern eingekoppelt werden und Ausgangsleistungen von 500 W bis 60 kW mit Strahlqualitätsfaktoren (M²) erzeugen, die typischerweise unter 1,3 liegen. Diese außergewöhnliche Strahlqualität ermöglicht Fokusdurchmesser von bis zu 10 μm, wobei die Tiefenschärfe auf bestimmte Materialdicken optimiert ist. Der Schneidvorgang basiert auf komplexen thermischen Prozessen, bei denen die Absorption der Laserenergie je nach Materialeigenschaften und Oberflächenbedingungen variiert, während Hilfsgase eine entscheidende Rolle beim Ausblasen der geschmolzenen Materialien und der Kontrolle der Oxidation spielen. Moderne Systeme verfügen über dynamische Strahlsteuerung mit programmierbaren Fokuspositionen sowie Frequenzmodulationsfähigkeiten von 1–100 kHz. In der industriellen Anwendung bei der Stahlbau-Fertigung wird die Bearbeitung von 25 mm dickem Baustahl mit 12 kW-Lasern bei 1,2 m/min demonstriert, wobei Schnittbreiten von 0,3 mm und hervorragende Kantenrechtwinkligkeit erzielt werden. Die Technologie erweist sich als unverzichtbar in der Haushaltsgeräteproduktion, wo 3 kW-Systeme 1 mm starkes verzinktes Stahlblech mit 35 m/min schneiden und dabei minimale Beschädigungen der Zinkbeschichtung verursachen. Für architektonische Anwendungen erzeugen Faserlaser filigrane Designs in 4 mm dicken Kupferplatten mit Schneidgeschwindigkeiten von 8 m/min und Wärmeeinflusszonen unter 50 μm. Hersteller von Luftfahrtkomponenten nutzen die Technologie zur Bearbeitung von 6 mm dicken Inconel-Legierungen mit stickstoffunterstütztem Schneiden, wodurch oxidfreie Kanten entstehen, die direkt zum Schweißen vorbereitet sind. Fortschrittliche Systeme verfügen über integrierte, bildgestützte Kantenerkennung mit einer Genauigkeit von ±0,05 mm sowie automatische Durchstoßprotokolle, die Schäden an den Düsen minimieren. Die Betriebsarchitektur umfasst geschlossene Kühlkreisläufe mit präziser Temperaturregelung und mehrstufiger Filterung zur Sicherstellung des Schutzes der Optik. Moderne Softwareplattformen bieten Nesting-Optimierung mit Materialausnutzungsgraden von über 95 % sowie Simulationen des Schneidpfads zur Vorhersage thermischer Verformungen. Die wirtschaftlichen Vorteile zeigen sich in reduzierten Verbrauchskosten, wobei die Lebensdauer der Düsen auf 400 Schneidstunden verlängert wurde, sowie einem um 70 % niedrigeren Energieverbrauch im Vergleich zu CO₂-Systemen. Für anwendungsspezifische technische Beratung und detaillierte Prozessdemonstrationen steht unser technisches Team weiterhin zur Verfügung, um umfassende Unterstützung sowie maßgeschneiderte Anlagenlösungen anzubieten.